Idealisierung, Visualisierung, Materialisierung.

Idealisierung, Visualisierung, Materialisierung.

Idealisierung, Visualisierung, Materialisierung. Helmar Rudolph

Im Master Key System schreibt Charles Haanel, dass es drei Schritte gibt, um etwas zu erreichen: Idealisierung, Visualisierung, Materialisierung. Letztens kam mir der Gedanke, dass der dritte Schritt missverstanden werden könnte. Aus diesem Grund möchte ich hier ein paar erhellende Ausführungen mit dir teilen.

Idealisierung

Der erste Schritt ist die Idealisierung. Du musst ein Ideal haben. Das Wort besagt es eigentlich schon: es muss über dich hinausgehen. Ein Ideal ist nicht nur ein bloßer Wunsch, sondern etwas Großes bzw Großartiges. Erinnere dich: Dein Erfolg ist das Gegenstück zum Erfolg anderer Menschen. Das Ausmaß deiner Bereicherung dieser Menschen findet ihren Ausgleich in ihrer Bereicherung deines Lebens. Denkst du klein oder selbstsüchtig, dann wird das Resultat entsprechend ausfallen. Denkst du groß und zum Wohle aller Beteiligten, so werden dich diese dafür belohnen. Daher überlege dir genau, was dein Ideal ist. Wenn du das getan hast, ist es festgesetzt; dann gibt es daran nichts mehr zu rütteln. Du wirst es verwirklichen, “come hell or high water”.

Das Ideal ist zunächst grob umrissen – es kann gar nichts anderes sein, denn es fehlen dir für weitere Details die notwendigen Gehirnzellen.  Erst durch dein Interesse und deine Aufmerksamkeit bildest du neue synaptische Verbindungen in deinem Gehirn. Das ist mit deiner Bewusstwerdung gleichzusetzen. Je bewusster du dir bist, desto mehr Details erkennst du und desto mehr Denk- und Handlungsmöglichkeiten stehen dir zur Verfügung. Daraus entstehen neue Konzepte und Konstrukte. Es ist nichts Anderes als ein Verfeinern dessen, was du dir zu Beginn grob umrissen vorgestellt und fixiert hast.

Visualisierung

Unter Visualisierung stellen wir uns genau das vor – no pun intended. Das ist der Prozess, mittels dessen wir uns einer Sache bewusst werden. Idealerweise suchen wir dazu die Stille auf, um uns von dieser Sache – diesem Ideal – ein Bild machen zu können – und das ist wortwörtlich gemeint. Durch das Verfeinern des Bildes mittels unserer Vorstellungskraft ergeben sich die Wege und Möglichkeiten. Es ist das Aufbrechen einer großen Sache in zahlreiche kleinere. Mit jedem Detail werden dir neue Ideen kommen; wirst du auf Neues stoßen. Das führt unweigerlich dazu, dass Dinge getan werden müssen. Allein vom Visualisieren ist noch niemand vorangekommen. In der Tat ist das der Schritt, der die meiste Frustration hervorruft, denn viele visualisieren, kommen aber nicht in die Strümpfe, d.h. lassen ihren Gedanken keine Taten folgen. Genau dazu ist aber die Materialisierung gedacht, denn ohne Action, keine Kekse.

Materialisierung

Der dritte Schritt ist lt. Master Key System die Materialisierung. Das Wort ist dabei im Deutschen etwas ungünstig gewählt sprich “von mir übersetzt”, denn es müsste genauer gesagt “Durchführung” heißen. In anderen Worten: es geht hier um deine Handlungen. Was muss konkret getan werden, um dein Ziel zue erreichen? Wer muss getroffen werden? Wie genau sieht der Plan aus? Welche Details fehlen noch? Was musst du dazu noch an Wissen aufnehmen? Welche Hilfe brauchst du durch andere Menschen oder in Form von Dienstleistungen oder Produkten? Wie komme ich an die finanziellen Mittel, die ich zur Durchführung brauche? Du siehst, da geht es richtig ans Eingemachte. Es wird dich kaum verwundern, dass sich das sehr geschäftlich anhört, und genau so ist es. Ob es sich dabei nun um ein geschäftliches Unterfangen handelt oder aber um deine körperliche Ertüchtigung (Gesundheit) oder partnerschaftliche Erfüllung (Liebe), ist vollkommen nebensächlich.

Du kannst dir beim Universum alles bestellen, und es liefert auch zuverlässig. Du musst es aber bezahlen, und die Zahlung erfolgt mittels Gedanken, Gefühlen und “massiver Handlung”, wie Tony Robbins es so passend ausdrückte.

Der gesamte Prozess dient deiner Bewusstwerdung, und je bewusster du bist, um so höher ist der Nutzen, den du aus der Sache ziehst. Vergleiche es mit einer Sprache: Wenn du nur 10 Wörter kannst, kommst du auch nur so weit. Kannst du 1500 Wörter, sieht dein Handlungsspielraum schon ganz anders aus.

Ergo: Es beginnt mit einem  Ideal, mit dem du der Menschheit einen Dienst erweist. Es wird im stillen Kämmerlein oder in der Natur fortgeführt und dann im täglichen Leben konsequent umgesetzt, bis das Ziel erreicht ist Bewusstwerdung heißt übrigens auch, dass du immer mehr deiner Eingebung vertrauen kannst und dich nicht mehr so sehr von deinen kognitiven Fakultäten abhängig bist.

Dafür brauchst du natürlich Energie, denn Handlung verbraucht sie – sowohl geistig als auch körperlich. Du kommst also nicht umhin, dich körperlich zu reinigen und zu stärken. Was genau damit gemeint ist, steht hinten im Buch.

Haanel schrieb, dass, wenn du dir deiner Macht und Kraft gewahr wirst, du beginnen wirst, Dinge zu tun. Genau darum geht es. Du wirst nicht länger abwarten, bis dir “zufällig” etwas in den Schoß fällt. Ganz im Gegenteil: du ergreifst selbst die Initiative und erschaffst dir das, was dir in den Sinn gekommen ist und dir wichtig genug erscheint, um mit entsprechend Energie und Aufmerksamkeit versehen zu werden.

Es wird dich kaum verwundern, dass das das Merkmal eines jeden erfolgreichen Menschen ist. Du kannst nun frei entscheiden, ob du dich dem anschließen möchtest oder ob du weiterhin vor dich hin träumen willst, dabei aber nie in den süßen Genuss des Erfolges kommst.

Photo: (c) Helmar Rudolph – Kapstadt Mondaufgang vom Lion’s Head.

Helmar Rudolph

Niemand erklärt spirituelle Konzepte so einfach und leicht verständlich wie Helmar. Als Autor von 4 Büchern bietet er jeder Alters- und Verständnisgruppe Einsicht in die Themen der bewussten Lebensgestaltung. Mit einer unnachahmlichen Klarheit hilft er Dir, Dein Leben in jeglicher Hinsicht erfolgreich zu gestalten.

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